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DIGITALSYSTEM 

 

Die Anlage wird ausschliesslich Digital betrieben. Eine Herausforderung ist der Einbau von Digital-Decodern in zahlreiche alte Gleichstromlokomotiven aus den 70er-Jahren.

Als Digital-Zentrale ist eine ECoS 2 (# 50200) von ESU im Einsatz. Sie wird mit WIN-DIGIPET über WLAN mittels PC, iPad oder iPhone gesteuert (zur Freude unserer Enkel). Die Streckenabschnitte werden durch 2 Booster 5A und 3 Booster 7A versorgt.

Die einzelnen Module sind über eine 30polige Ringleitung über Steckverbindungen angeschlossen.

Die Ringleitung versorgt die Module mit

  • Digitalstrom (ECoS-Bus)
  • Booster-Strom ECoS, zur Steuerung der ECoS-Switch Pilot (Magnetartikel-Decoder)
  • Wechselspannung 14 V zur Speisung der Weichenantriebe
  • Wechselspassung 16 V für die Beleuchtung
  • stabilisierter Gleichstrom 12 V für Leuchtdioden
  • Gleichstrom 18 V für Weichenantriebe Fleischmann (wegen Spannungsverlusten durch lange Kabelstrecken)
  • Gleichstrom 12 V für Beleuchtung und Mini-Kameras

Die Steuerung der H0-Weichen erfolgt digital über ESU Switch Pilot. Aktuell sind rund 30 Geräte verbaut. Pro Gerät lassen sich 4 Weichen digital schalten. Die Versorgung der Weichen erfolgt über einen separaten Trafo mit 18 V Wechselstrom.

Im nicht einsehbaren Bereich sind Fleischmann-Weichen (15 Grad, Schienenprofil 2,7 mm, mit Original-Fleischmann-Weichenantrieben) verbaut. Weil die Weichenantriebe mit der Zeit störungsanfällig sind, wurden die Federzungen der Endabschaltung ausgebaut bzw. überbrückt. Die Impulslänge wird ja von der Steuerung vorgegeben, so dass die Doppelspulen-Antriebe nicht beschädigt werden.

Im sichtbaren Bereich sind Weichen von PECO und PIKO-A-Gleis verbaut Sie werden mit ESU Switch Pilot Servo und ESU-Weichenservos gesteuert.

Im Schmalspurbereich sind in nicht sichtbaren Streckenteile Weichen und Doppelspulen-Magnetantriebe von TILLIG im Einsatz. In sichtbaren Bereichen TILLIG-Weichen mit den Motorantrieben (# 86112, mit Polaritäts-Steuerung) von TILLIG. Diese sind mit Decodern für motorische Magnetantriebe (M-DEC-DC) von LDT (Littfinski Daten Technik) angeschlossen. Pro Decoder können 4 Weichen gesteuert werden.

 

Link zu ESU: www.esu.eu/startseite/

Der Digitalzentrale übergeordnet ist die Steuerungs-Software WIN-DIGIPET (Version 2021 Premium Edition). Sie ist mit der ESU ECoS voll kompatibel. Die ECoS ist dazu über die Schnittstelle RJ45 (Netzwerkanschluss) an den Modellbahn-PC angeschlossen, der seinerseits über das interne WLAN-Netzwerk mit dem Internet verbunden ist (Druckaufträge, Updates, automatische Datensicherung bei Programmende). Ein zweiter PC ist für die "Hilfsdienste" zuständig: Monitoring Messwagen von PIKO, WLAN-Lok-Kamera von ROCO, Mini-Kameras im Anlagenbereich, WLAN-Raum-Ueberwachungskameras, Digitaler Rollenprüfstand von KPF Zeller mit SpeedCat Plus, ESU-Lok-Programmer, ESU-Profi Decoder-Tester, Digitales Endoskop bzw. Mikroskop, Office-Software. Einfach das, was man so für den Betrieb einer grösseren Anlage benötigt.

Link zu WIN-DIGIPET:  www.windigipet.de/foren/index.phppet.de/

 

Die Stromversorgung der Strecke, die Steuerung der Loks und Weichen erfolgt somit über den Digitalstrom der ECoS. Für die Versorgung mit Digitalstrom und die Besetztmeldung der einzelnen Streckenabschnitte, die im WIN-DIGIPET eine Aktion auslösen (z.B. Anhaltebefehl für eine bestimmte Lok) werden sogenannte Rückmelde-Decoder benötigt.

Nach umfangreichen Recherchen und zahllosen Stunden in den verschiedenen, auf Modellbahnsteuerungen spezialisierten Internet-Foren bin ich nun beim (von Technik-Freaks als veraltet angesehenen) s88-Bus-System angelangt. Der s88-Bus ist gegen Störungen von Fremdspannungen (andere Kabel in Nähe des Buskabels) empfindlich. Mit dem Einsatz von abgeschirmten Patchkabeln (RJ45) soll, gemäss Hersteller, dieses Problem weitgehend behoben sein, was ich bestätigen kann.

Schlussendlich wandte ich mich per Mail an die Firma Littfinski DatenTechnik (LDT) in Deutschland und erhielt umgehend detaillierte und für einen Anfänger nachvollziehbare Informationen und Ratschläge zum Thema Rückmeldestrecken, als Grundlage für die Steuerung mit WIN-DIGIPET. Dieses System hat sich nun seit über 10 Jahren gut bewährt.

Bis jetzt wurden folgende Geräte beschafft:

85 Rückmeldemodule RM-GB-8-N-G. Pro Gerät können 8 Geleiseabschnitte überwacht und deren Belegung an WIN-DIGPET zurück gemeldet werden.

2 High Speed Interfaces für den s88-Rückmeldebus (HSI-88-USB_G), inkl. 3fach-Adapter für den Anschluss von abgeschirmten Patchkabeln (Adap-HSI-s88-N-F). Pro Interface lassen sich 62 Rückmeldemodule (= 496 Rückmeldekontakte bzw. Streckenabschnitte) anschliessen.

Diverse Patch-Kabel RJ45 cat. 5 und 6, abgeschirmt, zwischen 0,5 und 5 Metern lang.

Diese Konfiguration hat den Vorteil, dass die beiden High Speed Interfaces direkt an den PC angeschlossen sind und die Daten nicht erst einen Umweg über die ECoS-Zentrale machen müssen. Die Reaktionszeit des Systems wird dadurch deutlich verkürzt, d.h. z.B. ein Stoppbefehl erreicht die Lokomotive schneller.

Im Weiteren sind 6 Kehrschleifen-Module KSM-SG und 4 Booster-Trennstellenmodule BTM-SG-G von LDT (für einen sauberen Uebergang zwischen den Booster-Abschnitten) verbaut.

 

Link zu LDT: www.ldt-infocenter.com

Nachfolgend noch zwei Prinzip-Skizzen zum Steuerungsaufbau mit LDT-Geräten: